Die Energiewende fängt bei der Immobilie an. Energetische Gebäudesanierung mit dem Energiekredit Kommunal Bayern

Energiekredit Kommunal Bayern

Förderkredit zur energetischen Sanierung von Immobilen sowie den Neubau bzw. dem Erwerb von energieeffizienten Gebäuden der kommunalen und sozialen Infrastruktur

Allgemeine Information

Auf dem Weg zur Energiewende unterstützt die BayernLabo mit dem Energiekredit Kommunal Bayern die Finanzierung und Förderung von Investitionen in die Optimierung des kommunalen Gebäudebestandes in Bayern. Dabei werden die Zinssätze der KfW-Programme 217 und 218 „IKK – Energieeffizient Bauen und Sanieren“ weiter vergünstigt.

Was wird gefördert?

Gefördert wird:

Die energetische Sanierung von Gebäuden (Nichtwohngebäuden) der kommunalen und sozialen Infrastruktur mit allen notwendigen Nebenarbeiten, die das energetische Niveau eines KfW-Effizienzhauses für Bestandsgebäude erreichen.

Folgende Standards werden gefördert:

  • KfW-Effizienzhaus 70
  • KfW-Effizienzhaus 100
  • KfW-Effizienzhaus Denkmal

Die Umsetzung von Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle und/oder der technischen Gebäudeausrüstung zur Verbesserung der Energieeffizienz an bestehenden Nichtwohngebäuden der kommunalen und sozialen Infrastruktur.


Folgende Einzelmaßnahmen werden gefördert:

  • Dämmung von Wänden, Dachflächen, Geschossdecken und Bodenflächen
  • Erneuerung und Aufbereitung von Fenstern, Vorhangfassaden, Außentüren und Toren (inkl. Ladestellen)
  • Maßnahmen zur Verbesserung des sommerlichen Wärmeschutzes
  • Einbau, Austausch oder Optimierung raumluft- und klimatechnischer Anlagen inkl. Wärme-/Kälterückgewinnung und Abwärmenutzung
  • Erneuerung und/oder Optimierung der Wärme-/Kälteerzeugung, -Verteilung und -Speicherung inkl. Kraft-Wärme- bzw. Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungsanlagen
  • Austausch und /oder Optimierung der Beleuchtung
  • Einbau oder Optimierung der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik sowie der Gebäudeautomation

Für Baudenkmale sind in der KfW-Anlage "Technische Mindestanforderungen" Ausnahmeregelungen zur Wärmedämmung von Außenwänden und Dachflächen sowie zur Fenstererneuerung definiert.


Die Errichtung oder der Erwerb energieeffizienter Nichtwohngebäude der Kommunalen und sozialen Infrastruktur, die das energetische Niveau eines KfW-Effizienzhauses für Neubauten erreichen.  

Folgende Standards werden gefördert:

  • KfW-Effizienzhaus 55
  • KfW-Effizienzhaus 70

Förderfähig sind auch alle sonstigen Maßnahmen, die zur Vorbereitung, Realisierung und Inbetriebnahme der im Programm geförderten Maßnahmen erforderlich sind. Dazu gehören auch:

  • Nebenarbeiten, wie z.B. Ausbau und Entsorgung von Altanlagen
  • Planungskosten, die notwendigerweise Bestandteil der Baumaßnahme sind
  • Maßnahmen zur Einregulierung der geförderten Anlage (Messung und Anpassung der Regelparameter)
  • Aufwendungen für Energiemanagementsysteme

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Merkblatt der BayernLabo und der Anlage technische Mindestanforderungen zum Merkblatt des zugrunde liegenden KfW-Programms " IKK-Energieeffizient Bauen und Sanieren" (217/218).

Über eigene Investitionen hinaus können auch Investitionszuschüsse/Investitionsförderdarlehen an kommunale und an kommunalnahe Dritte finanziert werden.

Voraussetzung ist, dass die Kommune/der Zweckverband als Kreditnehmer dafür Sorge trägt, dass

  • im Rahmen der Weitergabe der Mittel (als Zuschuss oder Darlehen) die Beihilfevorschriften des EU-Gemeinschaftsrechts eingehalten werden
  • ihm eine Bestätigung des begünstigten Dritten vorliegt, dass dieser für das gleiche Vorhaben keine weitere Förderung der KfW in Anspruch nimmt.

Wie wird gefördert?

Die Förderung erfolgt gemäß den Anforderungen der geltenden Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden (Energieeinsparverordnung - EnEV) bzw. der KfW-Anlage "Technische Mindesanforderungen" zum Merkblatt

  • Energetischer Neubau zum KfW-Effizienzhaus 55
    muss dem Standard eines KfW-Effizienzhauses 55 (gem. gültiger EnEV) entsprechen

  • Energetische Sanierung bzw. Neubau zum KfW-Effizienzhaus 70
    muss dem Standard eines KfW-Effizienzhauses 70 entsprechen bzw. alle energetischen Maßnahmen müssen zum Standard eines KfW-Effizienzhauses 70 (gem. gültiger EnEV) führen

  • Energetische Sanierung zum KfW-Effizienzhaus 100
    alle energetischen Maßnahmen müssen zum Standard eines KfW-Effizienzhauses 100 (gem. gültiger EnEV) führen

  • KfW-Effizienzhaus Denkmal
    (Baudenkmale und sonstige erhaltenswerte Bausubstanz)

  • Einzelmaßnahmen
    Einzelmaßnahmen zur energetischen Sanierungen, die die technischen Mindestanforderungen erfüllen

 

Einbindung eines Sachverständigen

Die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen und die Einsparung von Energie und CO2 sind bei Antragstellung von einem Sachverständigen im KfW-Formular "Bestätigung zum Kreditantrag" (KfW-Formular 600 000 0056) zu quantifizieren und zu bestätigen.

Ein Sachverständiger im Sinne dieses Kreditprogramms ist eine nach § 21 EnEV berechtigte Person für die Ausstellung oder Prüfung der Nachweise nach der EnEV für Nichtwohngebäude.

Wir empfehlen die Einbindung eines Sachverständigen für Nichtwohngebäude aus der Expertenliste für Förderprogramme des Bundes unter www.energie-effizienz-experten.de
Bei der Sanierung zum KfW-Effizienzhaus Denkmal sowie bei der Sanierung von Baudenkmalen zu sonstigen KfW-Effizienzhäusern oder Einzelmaßnahmen an Baudenkmalen sind ausschließlich die in der Expertenliste für die Bundesprogramme unter www.energie-effizienz-experten.de geführten Sachverständigen der Kategorie "KfW-Effizienzhaus Denkmal sowie Baudenkmal und sonstige besonders erhaltenswerte Bausubstanz" zugelassen.

Kombinationsmöglichkeiten

 

Eine Kombination mit anderen öffentlichen Fördermitteln ist grundsätzlich möglich, sofern die Summe aus Krediten, Zuschüssen und Zulagen die Summe der förderfähigen Aufwendungen nicht übersteigt.

Eine zusätzliche Inanspruchnahme von Kreditmitteln aus dem KfW-Programm „IKK –  Energieeffizient Bauen und Sanieren“ (217, 218) oder von Krediten von Landesförderinstituten (LfI), die über die KfW ebenfalls aus dem KfW-Programm „IKK –  Energieeffizient Bauen und Sanieren“ (217, 218) refinanziert werden, für das im Kreditvertrag genannte Vorhaben (siehe Verwendungszweck des Kreditvertrags) ist ausgeschlossen.

Wärmeerzeugungsanlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien werden:

  • im Rahmen des Programms "Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt" des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
    www.bafa.de 

  • oder im KfW-Programm "Erneuerbare Energien - Premium" gefördert. 
    www.kfw.de/271

Für Einzelmaßnahmen ist die gleichzeitige Inanspruchnahme eines KfW-Kredites und eines Zuschusses des BAFA für dieselbe Maßnahme nicht möglich.

Weitere Informationen finden Sie unter www.bafa.de und www.kfw.de

 

Hinweis:

Am 23. Juli 2014 hat die Kommission die Genehmigungsentscheidung für das EEG 2014 erlassen. Die Genehmigung beinhaltet in Randziffer 142 die Auflage, dass Förderungen, die auf Grundlage des EEG 2014 an Erzeuger von Strom aus erneuerbaren Quellen gezahlt werden, nicht mit anderen

Beihilfen für die gleichen förderfähigen Kosten kumuliert werden können. Daher ist die gleichzeitige Inanspruchnahme des KfW-Kredites und einer Förderung nach dem EEG 2014 für dieselben förderfähigen Kosten nicht möglich.

Wer wird gefördert?

Gefördert werden

  • bayerische kommunale Gebietskörperschaften
  • rechtlich unselbständige Eigenbetriebe von kommunalen Gebietskörperschaften
  • Kommunale Zweckverbände (gegründet auf Basis des Gesetzes über die kommunale Zusammenarbeit oder des Zweckverbandsgesetzes)
    deren Tätigkeitsfelder keine wirtschaftliche Tätigkeit im Sinne des EU-Beihilferechts darstellen
  • rechtlich unselbständige Eigenbetriebe von kommunalen Zweckverbänden
    deren Tätigkeitsfelder keine wirtschaftliche Tätigkeit im Sinne des EU-Beihilferechts darstellen
  • bayerische Schulverbände auf Basis von Art. 9 BaySchFG

Förderkonditionen

Die aktuellen Zinskonditionen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) (freibleibend) für das Programm "Energieeffizient Sanieren Kommunen".

Aktuelle Zinssätze

Basis ist der Zinssatz im KfW-Programm „IKK - Energieeffizent Bauen und Sanieren“. Der für 10 Jahre festgeschriebene Zinssatz wird durch die BayernLabo weiter verbilligt. Für den Kredit kommt der am Tag des Eingangs des Abrufs geltende Programmzinssatz zur Anwendung, sofern

  • die Abrufvoraussetzungen gegeben sind,
  • der Abruf auf dem BayernLabo-Formular „Abruf Energiekredit Kommunal Bayern" per Telefax bis spätestens 12:00 Uhr bei der BayernLabo eingereicht wird; bei späteren Eingängen kommt der am folgenden Frankfurter Bankarbeitstag geltende Programmzinssatz zur Anwendung,
  • das Original des Abrufformulars unverzüglich nachgereicht wird.

Die BayernLabo vergünstigt den Zinssatz des KfW-Programms "„IKK - Energieeffizent Bauen und Sanieren" für die erste Zinsbindungsfrist (die ersten 10 Jahre).

Nach Ablauf der Zinsbindungsfrist können neue Konditionen auf Kapitalmarktniveau vereinbart werden.

Den für den jeweiligen Abruftag gültigen Programmzinssatz (Nominal- und Effektivzinssätze gemäß PAngV) finden Sie täglich ab 10.30 Uhr hier.

Die aktuellen Zinskonditionen der BayernLabo (freibleibend)

Zinssatz nom. / eff. / tilg. in % Stand
Energiekredit Kommunal Bayern - Sanierung
Laufzeit 20 Jahre / tilgungsfrei min.1 max. 3 Jahre 0,00 / 0,00 09.12.2016
Laufzeit 30 Jahre / tilgungsfrei min. 1 max. 5 Jahre 0,00 / 0,00 09.12.2016
Laufzeit 10 Jahre / tilgungsfrei min. 1 max. 2 Jahre 0,00 / 0,00 09.12.2016
Zinssatz nom. / eff. / tilg. in % Stand
Energiekredit Kommunal Bayern - Neubau und Erwerb
Laufzeit 30 Jahre / tilgungsfrei min. 1 max. 5 Jahre 0,00 / 0,00 09.12.2016
Laufzeit 20 Jahre / tilgungsfrei min.1 max. 3 Jahre 0,00 / 0,00 09.12.2016
Laufzeit 10 Jahre / tilgungsfrei min. 1 max. 2 Jahre 0,00 / 0,00 09.12.2016

Nach 10 Jahren wird der Zinssatz an den Kapitalmarktzins angepasst.

Wann und wo wird der Förderantrag gestellt?

Der richtige Zeitpunkt

Sie stellen Ihren Antrag im laufenden Haushaltsjahr gemäß Vermögenshaushalt/Vermögensplan (inclusive Haushaltsreste des Vorjahres) – unabhängig vom Baubeginn. Maßnahmen, die begonnen wurden können noch mitfianziert werden, sofern diese noch nicht langfristig durchfinanziert wurden.

Antragstellung

Bitte reichen Sie Ihre Anträge bis spätestens 01.12. des laufenden Kalenderjahres bei der BayernLabo ein. Anträge können vorab per Fax übersandt werden, müssen aber unverzüglich sowie rechtlich verbindlich im Original unterzeichnet und gesiegelt nachgereicht werden.  Wir empfehlen Ihnen vor Antragstellung ein Telefonat mit unseren Kundenbetreuern oder der Kommunal-Hotline 089-2171-22004.

Den Antrag stellen Sie bitte mit dem BayernLabo-Formular "Antrag Energiekredit Kommunal Bayern" sowie den entsprechenden Bestätigungen. Ihre Anträge können Sie uns unterschrieben und gesiegelt vorab per Fax übersenden. Die Originale müssen aber unverzüglich nachgereicht werden.

Anträge sind zu richten an:

Die BayernLabo
Kommunalkredit Bayern
Brienner Str. 22
80333 München

per Fax an:
+49 89 2171-600418

per Mail an: kommunen@bayernlabo.de