BayernLabo

Bayerische Eigenheimzulage:

Vor der Antragstellung

Förderung durch die Bayerische Eigenheimzulage: Das müssen Sie vor der Antragstellung wissen

Der Antrag ist der erste Schritt auf dem Weg in die eigenen vier Wände. Alle wichtigen Infos zur Antragsstellung finden Sie hier.

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Wer ist antragsberechtigt?
  1. Personen, deren gewöhnlicher Aufenthalt oder Wohnsitz seit mindestens 1 Jahr in Bayern ist => (Ausnahmeregelungen: Bitte Erläuterungen zum Antrag beachten!) 
  2. Haushalte, die die Einkommensgrenze einhalten 
  3. Personen, für deren Immobilie die Baugenehmigung bzw. der notarielle Kaufvertrag nach dem 30.06.2018 erteilt bzw. geschlossen wurde. (bzw. wenn es sich um ein genehmigungsfreies Vorhaben handelt, die Frist analog der Bayerischen Bauordnung nach dem 30.06.2018 abgelaufen ist oder die Gemeinde nach dem 30.06.2018 eine Mitteilung gemäß der Bayerischen Bauordnung erteilt hat)
  4. Alle Personen des Haushaltes haben das Objekt bezogen.
Wer kann den Antrag stellen?

Jede/jeder Haushaltsangehörige, sofern diese/r (Mit-)Eigentümer des selbstgenutzten Wohneigentums ist bzw. wird.

Ist eine Förderung möglich, wenn die baurechtliche Genehmigung bzw. der notarielle Kaufvertrag vor dem 01.07.2018 erfolgte?

Nein, Stichtagsdatum gemäß Richtlinie ist der 01.07.2018. Ausnahmen sind in der Richtlinie aus Gründen der Gleichbehandlung nicht vorgesehen. 

Wie hoch ist die Förderung?

Die Förderung erfolgt mittels Zuschusses in Höhe von 10.000 EUR als einmalige Auszahlung.

Wie hoch ist die Einkommensgrenze?
  • Für einen Einpersonenhaushalt: 50.000 EUR 
  • Für einen Zwei- oder Mehrpersonenhaushalt ohne Kind: 75.000 EUR
  • Für einen Haushalt mit einem Kind: 90.000 EUR 


zuzüglich 15.000 EUR für jedes weitere zum Haushalt rechnende Kind. Die Kinder können nur angerechnet werden, wenn eine entsprechende Kindergeldberechtigung zum Zeitpunkt der Antragstellung vorliegt oder wenn diese aufgrund von körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderungen außerstande sind, sich selbst zu unterhalten. 

Welches Einkommen wird herangezogen?

Maßgebend ist das zu versteuernde jährliche Haushaltseinkommen des Antragsteller und des Ehegatten oder Lebenspartners oder des Partner einer sonstigen auf Dauer angelegten Lebensgemeinschaft. Dieses wird anhand der Einkommenssteuerbescheide des Finanzamtes nachgewiesen. Zur Ermittlung wird der Durchschnitt aus den zu versteuernden Einkommen des zweiten und dritten Jahres vor Antragseingang herangezogen (Beispiel: Antragstellung 2018: Steuerbescheide aus den Jahren 2015 + 2016 werden benötigt). 

Woher weiß ich, wie hoch mein zu versteuerndes Einkommen ist?

Das zu versteuerndes Einkommen befindet sich auf Ihrem Steuerbescheid, in der Regel auf der zweiten Seite unter „Einkommen/zu versteuerndes Einkommen“.

Kann das Einkommen auch ohne Steuerbescheide nachgewiesen werden?

Nein, die Einkommenssteuerbescheide des Finanzamtes sind zwingend erforderlich.

Meine Kinder haben Einkommen aus Nebentätigkeiten/Ferienjobs (z.B. Zeitungen austragen, Kellnern, Job an der Tankstelle) – werden diese Einkommen auch angerechnet?

Nein, diese nicht zu versteuernden Einkommen Ihrer Kinder zählen nicht zum Haushaltseinkommen und werden für die Einkommensgrenze nicht berücksichtigt. 

Meine Ex-Frau/mein Ex-Mann und ich teilen uns das Sorgerecht für die Kinder. Wie wirkt sich das auf meine Einkommensgrenze aus?

Neben den bereits genannten allgemeinen Voraussetzungen für die Anrechnung von Kindern ist maßgeblich, welchem Haushalt die Kinder angehören. Voraussetzung für die Zugehörigkeit zum Haushalt des Antragstellers ist, dass dieser mit den Kindern in einer gemeinsamen Wohn- und Wirtschaftsgemeinschaft lebt. Das richtet sich wiederum nach der konkreten Verständigung der Sorgeberechtigten.

 

 

  

Mein(e) Partner(in) und ich sind nicht verheiratet. Hat dies Auswirkungen?

Nein, auch Unverheiratete können eine Wohn- und Wirtschaftsgemeinschaft bilden.

Wann kann die Eigenheimzulage beantragt werden?

Der Antrag muss innerhalb von 6 Monaten nach Bezug des Wohnraums gestellt werden. Erfolgte der Bezug des Objektes im Zeitraum vom 01.07.2018 bis 01.09.2018 muss der Antrag bis spätestens 28.02.2019 gestellt werden. 

Wo ist die Richtlinie des Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr für die Eigenheimzulage zu finden?

Auf der Homepage der BayernLabo (www.bayernlabo.de) und des Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr (www.bauministerium.bayern.de)

Was wird gefördert?
  • Der Neubau in Form von Ein- oder Zweifamilienhäusern oder Eigentumswohnungen 
  • Die Änderung oder Erweiterung eines bestehenden Gebäudes, soweit dadurch eine zusätzliche Wohnung neu geschaffen wird
  • Der Erwerb von neuen oder bestehenden Ein- oder Zweifamilienhäusern oder Eigentumswohnungen 
Was wird nicht gefördert?
  • Einzelne Wohnräume 
  • Eine Ferien- oder Wochenendwohnung 
  • Die Übertragung im Wege der Erbfolge, testamentarischen Verfügung oder Schenkung 
  • Der Erwerb oder die Eigentumsübertragung zwischen Ehegatten, Lebenspartnern und Partnern einer sonstigen auf Dauer angelegten Lebensgemeinschaft oder Verwandten in gerader Linie.